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03.01.2024

Großer Beifall für die Musikerinnen und Musiker des Heeresmusikkorps in der festlich geschmückten Stadthalle.
Großer Beifall für die Musikerinnen und Musiker des Heeresmusikkorps in der festlich geschmückten Stadthalle.

Weihnachtskonzert des Heeresmusikkorps Kassel

Ein Fest der Musik vor einer ausverkauften Stadthalle

Machten mächtig Stimmung: Der Chor aus Kirchbauna mit Leiterin Vera Osina (l). 
Machten mächtig Stimmung: Der Chor aus Kirchbauna mit Leiterin Vera Osina (l).

Bereits zum 46. Mal spielte das Heeresmusikkorps Kassel (HMK) in der Stadthalle Baunatal zum traditionellen Weihnachtskonzert auf. Die Karten für das Event, deren Erlös für karitative Zwecke gespendet wird, waren bereits drei Tage nach Vorverkaufsstart ausverkauft. Mehr als 800 Musikbegeisterte freuten sich über einen Querschnitt aus unterschiedlichen Musikrichtungen und Stilen. Das Heeresmusikkorps, unter der Leitung von Oberstleutnant Tobias Terhardt, eröffnete mit der Toccata Maccabaea von Constantin Hesselmann und sorgte direkt am Anfang des Programms mit einem Schnelldurchlauf durch die Film-Musik des Klassikers „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ für ein wohliges Weihnachtsgefühl bei den anwesenden Gästen.

In seiner bekannt humorvollen Art moderierte Oberstleutnant Tobias Terhardt die einzelnen Stücke an und bot den jeweiligen Kontext der Stücke, so dass am Ende alle im Saal bei der Auswahl von „Der Herr der Ringe“ mitlauschen konnten, wann die Hobbits auftauchen und wie eine Elbenlandschaft klingt.

Nach der Pause bot der Chor aus Kirchbauna ein breites Repertoire aus verschiedenen modernen und traditionellen Titeln - von Kool & The Gang bis zu dem Kasseler Erfolgsduo Milky Chance blieben keine Wünsche offen. Der Chor, der deutlich älter als die VW-Stadt selbst ist, zeigte unter der Leitung von Vera Osina und mit Klavier-Begleitung von Manuel Gehrke, warum dieser Chor etwas Besonderes ist: Sängerinnen und Sänger im Alter von 25 bis 87 Jahren, die von Film-Musik bis zum Gospel vor nichts zurückschrecken.

Zum heimlichen Star des Abends wurde Hauptfeldwebel Niklas Ludwig aus Hertingshausen, der als Solist beim Stück Bassoonissimo sein Können am Fagott zeigte.

Die Verbundenheit des HMK mit der Region und der Stadt Baunatal wurde an vielen Stellen deutlich. Bürgermeisterin Manuela Strube, die in ihrer Eröffnungsrede die hervorragende Beziehung zu dem Heeresmusikkorps Kassel hervorhob, kommentierte die Zusammenkunft in der Stadthalle: „Es ist wunderbar, dass wir heute alle zusammen hier sein können. In diesen Zeiten, wo in vielen Teilen der Welt Krieg herrscht, müssen wir zusammenstehen und Momente wie diese besonders würdigen.“

„In den 46 Jahren hat das Heeresmusikkorps über 160.000 Euro für den Guten Zweck gespendet. All das ist nur durch Ihre Unterstützung möglich“, so Manuela Strube in Richtung des Publikums.

Zum Abschluss des regulären Programms traten die Musiksoldaten gemeinsam mit dem Chor aus Kirchbauna auf die Bühne und spielten ein Medley aus den bekanntesten Weihnachts-Hits aus aller Welt. Mit stehenden Ovationen einigten sich alle Anwesenden auf eine gemeinsame Zugabe. Hier durfte auch das Publikum kräftig mitsingen: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit.“

Für das Jahr 2023 war dies ein gelungener Abschluss und das letzte Konzert des HMK. Es würde niemanden wundern, wenn die Karten 2024 wieder in Rekordzeit vergriffen sind.